Viele Hausbesitzer aus Gomaringen, Tübingen oder Reutlingen kennen das: Die PV‑Anlage lief in den ersten Jahren wie erwartet, doch plötzlich zeigen die Ertragszahlen im Monitoring einen leichten Abwärtstrend. „Reinigen oder abwarten?“ ist eine der häufigsten Fragen, die uns bei koehrerSolar erreichen. 2025 ist diese Frage besonders relevant: Strompreise sind hoch, Module werden leistungsfähiger (häufig 420–470 Wp pro Modul) und jede verlorene Kilowattstunde mindert die Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage.
In diesem Beitrag erklären wir, warum regelmäßige Wartung und gezielte Reinigung messbar Ertrag sichern, wie oft welche Maßnahmen sinnvoll sind und wie Sie als Hausbesitzer in der Region Neckar‑Alb (Tübingen, Reutlingen, Rottenburg, Gomaringen) die richtige Entscheidung treffen.
Was passiert technisch, wenn eine Anlage nicht gepflegt wird?
Photovoltaikmodule sind robust, aber nicht wartungsfrei. Zwei Effekte sind entscheidend:
• Optische Verschmutzung reduziert den Lichteinfall. Staub, Pollen, Vogelkot, landwirtschaftliche Ablagerungen oder Feinstaub können je nach Umgebung 2–15 % Ertragsverlust verursachen.
• Elektrische Alterung und Montagefehler (lockere Steckverbindungen, fehlerhafte Dioden, Hotspots, schwächelnde Wechselrichter) führen zu schleichenden Leistungsverlusten, die das Monitoring nicht immer sofort als Störung meldet.
Technische Planungsgrößen (2025): Flächenbedarf ca. 1,9–2,2 m² pro kWp, spezifischer Jahresertrag in der Region Neckar‑Alb ca. 1.150–1.250 kWh/kWp. Diese Werte sind die Basis für realistische Ertrags‑ und Reinigungsabschätzungen.
Wie Verschmutzung entsteht – regionaler Blick
In unserer Region spielen mehrere Faktoren zusammen:
• Hoher Pollenflug im Frühjahr
• Landwirtschaftliche Emissionen (Staub, Gülle‑Aerosole)
• Feinstaub aus Verkehr und Tallagen
• Dachneigungen: Flache Dächer reinigen sich schlechter durch Regen; steile Süddächer profitieren stärker von Selbstreinigung
Deshalb sehen wir in Gomaringen und Umgebung häufiger mittlere bis starke Verschmutzung auf Anlagen in landwirtschaftlicher Nähe oder an vielbefahrenen Straßen.
Praxisbeispiel: Rechenbeispiel aus der Region
Annahme: 10 kWp‑Anlage, spezifischer Ertrag 1.200 kWh/kWp → 12.000 kWh/Jahr.
Verschmutzung: konservativ 6 % Ertragsverlust → 720 kWh/Jahr.
Strompreis: 0,38 €/kWh → 272 € Verlust/Jahr.
Kosten professionelle Reinigung: typ. 150–300 € (abhängig von Dachform, Zugang, Gerüstbedarf).
Fazit: Bei mittlerer Verschmutzung amortisiert sich eine fachgerechte Reinigung oft innerhalb eines Jahres. Bei starker Verschmutzung ist der Effekt entsprechend größer.
Beispielrechnung inklusive Wartung und Speicherwirkung
Szenario: 10 kWp, Investitionskosten PV (2025, inkl. Montage, ohne Speicher): ca. 14.000–18.000 €. Optionaler Batteriespeicher 8 kWh: 6.000–10.000 €.
• Ohne Speicher: Eigenverbrauch ca. 30 % → von 12.000 kWh sind 3.600 kWh selbst genutzt.
• Mit Speicher: Eigenverbrauch steigt auf 60–70 % → 7.200–8.400 kWh selbst genutzt.
Bei 0,38 €/kWh spart jede zusätzlich selbstgenutzte kWh den Einkauf von Netzstrom. Eine jährliche Reinigungs‑ und Wartungsstrategie, die 1–2 % Ertragssicherung bringt, entspricht bei 12.000 kWh etwa 120–240 kWh bzw. 46–91 € pro Jahr — kombiniert mit Fehlererkennung durch Wartung können die Einsparungen deutlich höher liegen.
Amortisationserwartung Gesamtanlage: realistisch 9–13 Jahre, abhängig von Invest, Eigenverbrauch und Förderungen. Wartung und Reinigung verkürzen die effektive Amortisationszeit, weil sie Ertragsverluste verhindern.
Was gehört zur professionellen Wartung?
Eine fachgerechte Wartung umfasst mehr als Wasser und Bürste:
• Sichtprüfung (jährlich): Module, Befestigungen, Kabelwege, Dachanschlüsse.
• Elektrische Prüfung (alle 3–5 Jahre): Stringmessung, Isolationswiderstände, Steckverbindungen, thermografische Kontrolle auf Hotspots.
• Wechselrichter‑Check: Fehlerspeicher, Lüfter, Firmware‑Stand.
• Reinigung: gezielt, mit weichem Wasserstrahl oder Osmosewasser; kein Hochdruck.
• Dokumentation: Prüfprotokoll, Empfehlungen, Priorisierung von Maßnahmen.
Wichtig: Arbeitsschutz, fachgerechte Entsorgung von Reinigungswasser und Haftpflichtversicherung des Dienstleisters.
Typische Kundenfehler & Missverständnisse
• „Regen reinigt ausreichend.“ → Nur bei steilen Dächern und geringer Verschmutzung teilweise richtig. Pollen und Vogelkot bleiben haften.
• „Ich reinige selbst mit Hochdruckreiniger.“ → Risiko für Dichtungen und Glas; nicht empfohlen.
• „Solange das Monitoring läuft, ist alles gut.“ → Kleine String‑Verluste zeigen sich oft nicht als Alarm.
• „Reinigung ist immer teuer.“ → Bei messbarem Ertragsverlust ist Reinigung wirtschaftlich; bei minimaler Verschmutzung nicht zwingend nötig.
• „Wartung ist nur für große Anlagen.“ → Auch kleine Anlagen profitieren von regelmäßiger Kontrolle.
Experteneinschätzung von koehrerSolar
Als regionaler Premium‑Installateur empfehlen wir:
• Jährliche Sichtprüfung (oder Drohneninspektion) für alle Anlagen.
• Elektrische Inspektion alle 3–5 Jahre.
• Reinigung je nach Umfeld alle 2–5 Jahre; in landwirtschaftlicher Umgebung eher häufiger.
• Monitoring ernst nehmen: Wir werten Abweichungen aus und schlagen gezielte Maßnahmen vor.
• Nicht reinigen, wenn keine Verschmutzung messbar ist — Transparenz ist uns wichtig.
Wann sich Reinigung nicht lohnt: bei sehr steilen, regenreichen Süddächern mit minimaler Verschmutzung oder wenn Reinigungskosten wegen aufwändiger Gerüststellung unverhältnismäßig hoch sind.
Entscheidungshilfe: Für wen lohnt sich Pflege?
• Lohnt sich: Anlagen >3 Jahre, flache Dächer, Nähe zu Landwirtschaft/Verkehr, sichtbare Ablagerungen, messbare Ertragsabweichungen.
• Eher nicht dringend: Neue Anlagen (<2 Jahre), steile Süddächer ohne sichtbare Verschmutzung, sehr geringe Ertragsabweichungen.
• Varianten: Nur Sichtprüfung; Sichtprüfung + Reinigung; Komplettwartung inkl. elektrischer Messung.
Mini‑FAQ
Wie oft reinigen? Je nach Umfeld alle 2–5 Jahre; Sichtprüfung jährlich.
Kann ich selbst reinigen? Nur bei sehr einfachen, sicheren Zugängen und ohne Hochdruck; fachgerechte Reinigung ist sicherer.
Was kostet eine Wartung?Sichtprüfung oft 0–100 €; vollständige elektrische Inspektion 200–600 €, abhängig vom Aufwand.
Bringt Wartung sofort Mehrertrag? Elektrische Fehlerbehebung kann sofort wirken; Reinigung meist innerhalb weniger Wochen sichtbar.
Interesse geweckt? Jetzt handeln: Lassen Sie sich beraten!
Starten Sie mit einem kostenlosen Beratungsgespräch, in dem wir gemeinsam Ihren Bedarf analysieren und Ihre Wünsche besprechen. Mit allen gesammelten Informationen fertigen wir Ihnen ein maßgeschneidertes Angebot für die beste Photovoltaikanlage zu.
Viele Hausbesitzer aus Gomaringen, Tübingen oder Reutlingen fragen sich:
„Muss meine PV-Anlage eigentlich regelmäßig gereinigt werden – oder erledigt der Regen das?“
Die ehrliche Antwort: In sehr vielen Fällen macht der Regen bereits den Großteil der Arbeit.
Moderne Photovoltaikanlagen sind robust, langlebig und für den dauerhaften Außeneinsatz konzipiert. Genau deshalb laufen viele Anlagen über Jahre hinweg völlig problemlos – ohne aktives Eingreifen der Betreiber.
2026 sind die Rahmenbedingungen dennoch spannend: Module sind leistungsstärker denn je (typisch 420–470 Wp pro Modul), Strompreise bleiben hoch und Eigentümer möchten sicher sein, dass ihre Anlage dauerhaft sauber und effizient arbeitet.
In diesem Beitrag zeigen wir, wann Wartung sinnvoll ist, wann sie eher Komfort bedeutet – und warum regelmäßiges Hinschauen wichtiger ist als häufiges Reinigen.
Was passiert technisch bei einer PV-Anlage im Alltag?
PV-Module sind wartungsarm – aber nicht völlig wartungsfrei. Zwei Dinge spielen im Betrieb eine Rolle:
• Verschmutzung der Moduloberfläche durch Pollen, Staub oder Vogelkot
• Technische Veränderungen über die Jahre, etwa an Steckverbindungen, Wechselrichtern oder Befestigungen
Wichtig dabei:
👉 Bei klassischen Einfamilienhäusern mit geneigtem Dach reinigt Regen einen Großteil dieser Ablagerungen ganz automatisch.
Vor allem steilere Süddächer profitieren von dieser natürlichen Selbstreinigung.
Kleine Ertragsabweichungen sind daher zunächst kein Grund zur Sorge, sondern ganz normaler Anlagenalltag.
Wann Verschmutzung relevanter wird
In unserer Region können bestimmte Umstände den Reinigungsbedarf erhöhen:
• starker Pollenflug im Frühjahr
• landwirtschaftliche Umgebung mit Staubbelastung
• flach geneigte Dächer, auf denen Regen schlechter abläuft
• Anlagen in Tallagen oder an stark befahrenen Straßen
Gerade hier gilt aber:
Nicht jede Verschmutzung erfordert sofortiges Handeln. Entscheidend ist immer, ob sie sich tatsächlich auf den Ertrag auswirkt.
Unser Grundsatz: Erst hinschauen, dann entscheiden
Bei koehrerSolar verfolgen wir bewusst einen pragmatischen Ansatz:
• Einmal im Jahr drüberschauen (Sichtprüfung oder Monitoring-Check) reicht bei den meisten Wohnhäusern völlig aus
• Reinigung nur dann, wenn Verschmutzung sichtbar oder ertragsrelevant ist
• alles darüber hinaus verstehen wir als Premium-Leistung für maximale Sicherheit, nicht als Pflicht
Das bedeutet auch:
👉 Wir empfehlen keine Reinigung, wenn sie technisch keinen Mehrwert bringt.
„Wir haben Ihre Anlage im Blick“
Ein oft unterschätzter Punkt ist das Monitoring.
Moderne Anlagen liefern sehr zuverlässige Daten – und genau hier setzen wir an:
• Wir erkennen ungewöhnliche Ertragsabweichungen
• vergleichen Soll- und Ist-Werte
• und melden uns, bevor aus kleinen Auffälligkeiten echte Probleme werden
So bleibt Ihre Anlage dauerhaft im Blick – ganz ohne unnötige Eingriffe.
Wann Wartung & Reinigung wirklich Sinn machen
Es gibt allerdings Fälle, in denen Pflege deutlich wichtiger ist:
• Besonders sinnvoll bei:
• FlachdächernGewerbe- und Großanlagen
• Anlagen mit sehr geringer Dachneigung
• dauerhaft starker Staub- oder Schmutzbelastung
Gerade bei Flachdach- und Großprojekten kann Verschmutzung messbare Ertragseinbußen verursachen.
Hier lohnt sich eine strukturierte Wartungs- und Reinigungsstrategie deutlich häufiger als bei klassischen Wohnhäusern.
Was wir unter professioneller Wartung verstehen
Wartung bedeutet bei uns nicht „unnötig viel“, sondern gezielt und sinnvoll:
• Sichtprüfung von Modulen, Unterkonstruktion, Kabelwegen
• Kontrolle von Dachanschlüssen und Befestigungen
• Wechselrichter-Check inkl. Fehlerspeicher
• bei Bedarf elektrische Messungen oder Thermografie
• Reinigung nur dann, wenn sie technisch Sinn ergibt
Alles transparent dokumentiert – ohne Verkaufsdruck.
Typische Missverständnisse (und unsere ehrliche Einschätzung)
• „Ohne Reinigung verliere ich jedes Jahr viel Geld.“
→ In den meisten Wohnhäusern nicht der Fall.
• „Meine Anlage muss jedes Jahr gereinigt werden.“
→ Nein. Ein jährlicher Blick reicht oft völlig.
• „Reinigung ist immer wirtschaftlich.“
→ Nur, wenn Verschmutzung tatsächlich relevant ist.
• „Wartung ist nur etwas für große Anlagen.“
→ Kontrolle lohnt sich überall – Aufwand und Tiefe unterscheiden sich.
Entscheidungshilfe auf einen Blick
• Meist ausreichend: jährliche Sicht- oder Monitoring-Prüfung
• Optional (Premium): gelegentliche Reinigung bei sichtbarer Verschmutzung
• Empfohlen: Flachdächer, Gewerbe- & Großanlagen
• Nicht zwingend: steile Süddächer ohne Auffälligkeiten
Fazit
PV-Anlagen sind langlebig und erstaunlich pflegeleicht.
Für die meisten Einfamilienhäuser gilt: Regen + jährlicher Check = völlig ausreichend.
Wartung und Reinigung sind keine Pflichtprogramme, sondern Werkzeuge, die dann eingesetzt werden sollten, wenn sie echten Mehrwert bringen.
Genau dafür stehen wir bei koehrerSolar: ehrliche Einschätzung, saubere Technik und langfristiger Anlagenblick.
Sie sind unsicher, ob bei Ihrer Anlage Handlungsbedarf besteht?
Dann lassen Sie uns einfach gemeinsam draufschauen – transparent, unverbindlich und ohne Verkaufsdruck.
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